Journalistische Beiträge


ADAC rettete mich in der Nacht

Ein authentischer Bericht / Verfasser Hardy Werner

Es ereignete sich am 12. Juli 2015. Nach einem gemütlichen Abend fuhr ich zum Zeltplatz Strukkamp zurück. Gegen 01:00 Uhr ignorierte ich den NAVI Hinweis ...... Fahren Sie jetzt rechts. Mein mich oft irre führendes Navi ignorierte ich bewusst, unter dem Motto ... Du kannst mir mal ..... hast mich nach Strukkamp ein paar mal über „Bangkok“ geleitet.

Das Navi rächte sich in Folge bitterlich und grinste mich an, als ich in die Grube Draculas abstieg. Yeeeeh ....... Fehmarn, Du schlucktest mich weg. Ganz großes Kino. Ich, Hardy Werner, der seit 1979 weltweit mit Fahrzeugen unfallfrei unterwegs war, wurde auf Fehmarn sprichwörtlich erstmalig geerdet.

Zum Unfallhergang: Ich fahre dem Blieschendorfer Weg entlang und erkannte plötzlich ..... Shit, das NAVI hatte Recht. Ich stoppte, wollte zurück zur ca. 300 Meter hinter mir liegenden Kreuzung fahren. Mein Wendemanöver führte ich, wegen der schmalen Straße, bewusst vorsichtig und langsam aus. Bisher waren mir bewachsene Straßenränder als befestigt bekannt. Es kann Dir schon mal eine Unebenheit am Straßenrand begegnen, darauf war ich gefasst. Hier täuschte ich mich entschieden und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Ganz vorsichtig passierte mein linkes Vorderrad den grünen Straßenrand. Einer fies, hinterhältigen Gruft gleich, öffnete sich das grün getarnte Maul und schluckte mich weg. Keine Chance. Im steilen Winkel wurde mein Fahrzeug spontan und heftig gefressen. Ich, sofort raus -- Auto auf Schäden geprüft — Zigarette an — Fotos geschossen und zu den Sternen geschaut.

Was machst Du jetzt? Totenstille — kein Auto weit und breit. Die gelben Engel rufen — Nothing else (nichts anderes)! Ich rief den ADAC an, man teilte mir mit, das ich mit mindestens einer Stunde Wartezeit rechnen müßte. Zur Überraschung fuhren während meiner „Nachtruhe“, geschätzte 10 PKWs auf meine Position, an mir vorüber, davon stoppten überraschenderweise 7 Fahrzeuge. Mir begegneten vorwiegend junge Fehmarner, mit sehr positiver Energie. Können wir helfen — bist Du Okay? Jedwede Hilfe scheiterte am notwendigen Abschleppseil. Es gab nette, interessante Gespräche und daraus zitiere ich hier an dieser Stelle eine für mich wichtige Botschaft. Zitat: „............... Oft liegen hier Fahrzeuge im Graben ............“ Mein Statement dazu erspare ich mir — denn die Aussage vom ADAC toppt die Aussagen der vorausgegangenen Aussagen. Meine Fehmarner „Bekanntschaften“ verschwanden im Dunkel der Nacht. Nun war ich wieder ganz allein, verlassen in einer beinahe sternenklaren Nacht. Meine kleine schwarze A1 Box, ich nenne Sie süße Lotosblume, hatte ich immer zärtlich treu ergeben, umsorgt. Jetzt stand Sie traurig und verletzt irgendwo auf Fehmarn. Trotz alledem „sprach“ Sie mit mir, verzieh mir meinen Fehler und flüsterte den Sound von COLD PLAY ..... „YOU ARE ALWAYS IN MY HEAD“ (du bist überall in meinem Kopf) in meine zerrissen, traurige Seele. Mental tauchte ich tief in die Worte dieses genialen Songs, genoss die Stille und den Duft einer mir bisher fremden Insel. Plötzlich, wie aus dem Nichts, flutete mich gespenstisch wirkendes Licht, vom Sound eines herannahenden TRUCKS umhüllt. Hoffnungen???????

Ja .... meine Hoffnung auf Befreiung, erfüllte sich durch die Zuverlässigkeit eines ADAC — hochprofessionell ausgeführt von einer einheimischen Firma. Den Mitarbeiter zitiere ich an dieser Stelle, mit Absicht und Hoffnung auf Veränderung der Gesamtlage. ADAC: „........ da haben Sie ja nochmal Glück gehabt ........“ Ich: „Weshalb?“ ADAC: „Hier landen die meisten komplett im Graben, fallen komplett auf die Seite!“ Ohne Schäden, gut vom ADAC betreut, fuhr ich gegen 03:15Uhr auf den Campingplatz und fiel ins Bett.

Danke an alle netten Fehmarner, die mir uneigennützig Ihre Hand reichten. Bleibt so! Bitte vergesst nicht — gutes Geben reflektiert irgendwann Gutes.

Danke an den den ADAC. Danke an die gelben Engel. Fehmarn — Du bleibst mir ewig in Erinnerung.

Hardy Werner

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